
Endstation Straße
Die verlorenen Kinder von Addis AbebaWeit über 100 Millionen Straßenkinder sind als letzte Glieder einer langen Armutskette der Dritten Welt und Osteuropas Ausdruck eines globalen sozialen Sprengstoffes. Stellvertretend nahm Manfred Kutsch, Chefreporter der Aachener Zeitung, das Schicksal der Straßenkinder der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba unter die Lupe. Ihrem täglichen Überlebenskampf im Kreislauf von Gewalt, Drogen, Krankheit und Deportationen wird durch konkrete Fallbeispiele die Anonymität genommen. Der Autor siedelt seine Reportage in der Authentizität der Begegnungen an und vermittelt Lebensgeschichten, Gedanken und Gefühle von Kindern, die nicht Kind sein dürfen.
Zwei Kinderhilfswerke stehen hinter diesem Buch, dessen Erlös Schutzprojekte in Äthiopien unterstützt: Unicef und die Sternsinger des Kindermissionswerkes. Im Vorfeld der Reportage melden sich prominente Persönlichkeiten mit eigenen Beiträgen zu Wort: Kinderbuchautorin Astrid Lindgren, Unicef-Botschafter Sir Peter Ustinov sowie als Vertreter der Sternsinger-Aktion DFB Egidius Braun und Prälat Arnold Poll, Chef des Kindermissionswerkes. Im Abspann des Buches lesen Sie eine Unicef-Analyse über Historie, Hintergründe und Ursachen des Straßenkinder-Problems.
Manfred Kutsch schrieb 1997 mit "Kleine Hände, krummer Rücken" (Thouet Verlag, Aachen) ein Buch über Kinderarbeit in Brasilien. Für die zuvor in der Aachener Zeitung erschiene Reportage erhielten der Autor und die Zeitung aus der Hand von Bundespräsident Roman Herzog den Journalistenpreis "Entwicklungspolitik 1997". Für Kutsch war dies nach dem Hamburger "Christophorus-Preis" und dem Preis der Europa-Union die dritte Auszeichnung, die er für Berichte erhielt, in deren Mittelpunkt Kinderschicksale standen.

